Tierversuche in der Futtermittelindustrie
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Die Firma Ralston Purina hat ein Experiment finanziert um festzustellen,
ob eine künstliche Ernährung durch Rohre in den Magen
eingeführt größere gastrointestinale Störungen
verursacht, als eine normale Ernährung. Man verwendete 10 Bastardhunde.
Jedem von ihnen wurde auf chirurgischem Wege ein Rohr in den Magen
gelegt, durch das Gedärm. Dann wurden die Hunde während
10 Tagen mit menschlicher Nahrung gefüttert, diese wurde durch
das Rohr eingeführt. Anschließend mußten die Hunde
weitere Ernährungsarten über sich ergehen lassen. Dann
wurden Blut- und Urinproben entnommen und analysiert und die Atmung
wurde kontrolliert.
Die Firma Mars Pedigree führt im englischen
Center Waltham Experimente durch. Dort wird eben Tiernahrung hergestellt,
sie arbeitet aber auch mit Universitätsinstituten in verschiedenen
Ländern zusammen. So war sie im Jahre 1996 in um die siebzig
Forschungsprojekte verwickelt, die in über 30 Universitäten
in 5 Ländern durchgeführt wurden.
Unter den Experimenten der Mars gibt es auch Merkwürdigkeiten,
wie zum Beispiel jene über die angebliche Notwendigkeit des
Taurin-Zusatzes in der Katzennahrung. Taurin ist eine chemische
Verbindung, die in der Apotheke zur Herstellung –der Farbstoffe
verwendet wird. Sein Name kommt vom lateinischen "taurus"
(Stier), weil die Zusammensetzung erstmals in der Galle von Stieren
entdeckt wurde. Später wurde es synthetisch hergestellt. Um
die Auswirkungen des Taurins zu beobachten, wurden Katzengruppen
während 11 Monaten in Käfige eingesperrt! Einige Katzen
trugen irreversible Augenschäden davon, andere wurden blind.
Nebst allen anderen physischen und psychischen Erkrankungen, die
ein so langes Gefangensein in kleinen Käfigen mit sich bringt.
Im Waltham-Zentrum der Mars wurde unter anderen Experimenten auch
folgende ausgeführt: Endoskopie (in den After eingeführte
Rohre zur Kontrolle des Grimmdarms), Kontrolle der Bauchwinde mit
Einführen von Instrumenten in den Magen, Isolierung von Hunden
und Katzen , Vorenthalten der Nahrung bei Hunden, invasive Zahnuntersuchungen,
die eine Anästhesie verlangen, usw. Im Verlaufe eines Experimentes,
zur Kontrolle des Wasserstands im Grimmdarm, wurden 6 "sensibel"
und 6 als "robust" bezeichnete Hunde verwendet. Alle erhielten
eine Diät, die bei Hunden Durchfall verursacht, dann wurden
an ihnen Klistiere vorgenommen, wobei von Hand flexible Rohre in
ihren After eingeführt wurden.
Und ebenfalls das Waltham-Zentrum der Mars ist es, das einen Forscher
der Universität Bristol (GB) finanzierte, damit er Katzen in
einen 30x45x30 cm großen Plastikbehälter isoliere, während
maximal 6 Stunden. Keine der Katzen hielt diese Behandlung aus,
sie erstickten alle.
Es versteht sich, daß kein einziges Experiment an Tieren
in keinem Sektor notwendig ist. Noch weniger notwendig sind hirnwütige
Experimente , wie wir sie beschrieben haben. Hier geht es nicht
nur darum, den Mangel an Wissenschaftlichkeit der Vivisektion darzulegen:
in Fällen wie den vorliegenden wird die ganze Lächerlichkeit
und ihr Unsinn aufgedeckt. Schon seit jeher weiß man nämlich,
was den Hunden und den Katzen gut tut und was nicht: Die Natur selbst
erklärt dies, durch ihre Nahrungswahl.
Das Durchführen der oben beschriebenen Versuche unter dem
Vorwand, gute Nahrung für Hunde und Katzen herzustellen, ist
voller Wahnsinn. Dies schon daher, weil in Käfige eingesperrte
und auf verschiedene Arten gequälte Hunde und Katzen, denen
chirurgisch eingeführte Rohre im Magen stecken, nicht reagieren
können, wie dies ihre glücklicheren Gefährten tun
würden, die in Familien leben, wo sie geliebt und respektiert
werden.
Der Metabolismus ist verschieden, wie auch die Reaktion auf jeglichen
Test und auf Substanzen unterschiedlich ist. Das ist eine alte Geschichte,
die bereits im Verlauf der Jahre auch von Veterinären und Zoologie-Experten
bestätigt wurde. Doch wer Tierversuche ausführen möchte,
ignoriert solches. Die Interessen, die von den Firmen verfolgt werden,
sind ausschließlich kommerzieller Natur.
Der internationale Markt für Haustiernahrung (an dessen Spitze
für Hunde und Katzen), wird auf 25 Milliarden Dollar pro Jahr
geschätzt. Die Konkurrenz und die Wettbewerbsfähigkeit
sind enorm.
Wenn eine Firma Berichte vorlegt, welche beweisen, daß ihre
Produkte durch Tierversuche getestet wurden, geschieht dasselbe,
das bei den Menschen bestimmten Produkten geschieht: letztere erhalten
die Verkaufsbewilligung überhaupt erst, wenn Tierversuche ausgeführt
worden sind*
Was die Tiernahrung anbetrifft, so nehmen sie einen Hauch von "Wissenschaftlichkeit"
und "Ernsthaftigkeit" an. Wohlverstanden, alles ist Ignoranz,
nebst einer ethisch nicht vertretbaren Tatsache, doch heutzutage
leben wir in der wissenschaftlichen Ignoranz, die zu kommerziellen
Zwecken legalisiert wurde.
Es sind die chemisch-pharmazeutischen Multinationalen, die in verschiedenen
Ländern die Gutheißung von Gesetzen begünstigt haben,
welche die Vivisektion notwendig machen.
Internationaler Boykott der Nahrungsmittel für Hunde und Katzen,
die aus Tierversuchen stammen
Viele tierversuchsgegnerische Verbände und Tierschutzorganisationen
der ganzen Welt haben den Boykott dieser Produkte organisiert. Wir
treten an ihre Seite, indem wir Sie auffordern, für Ihre Haustiere
kein Futter zu kaufen, das so viel Leiden verursacht hat.
In dieser von der ALA veröffentlichten Tabelle sind die fünf
Firmen aufgeführt, welche die in diesem Artikel beschriebenen
Versuche an Hunden und Katzen ausgeführt haben, sowie die von
ihnen hergestellten Produkte:
- Procter & Gamble: IAMS, Eukanuba
- Mars: Pedigree, Cesar, Whiskas, Sheba, Kitekat, Pal, Chappie,
Bounce
- Nestlé: Friskies, Friskies Petcare, Bonio, Wunalot, Soillers,
Felix, Arthur's Choosy, Alpo, Mighty Dog
- Colgate-Palmolive: Hill's Science Diet, Prescription Diet
- Ralston-Purina: Purina, Edward Baker
Wir fordern all jene, die Haustiere besitzen, auf, diese
aufgeführten Produkte nicht mehr zu kaufen und die Tiere auf
andere Weise zu füttern.
Quelle: Orizzonte 2001 Nr. 89
Anifit führt keine Tierversuche durch. Mehr
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