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Tierfutter: Nur das Beste für die Katz

Von der Spezialnahrung für den rauhaarigen Dackel bis zum Light-Produkt für die bequeme Hauskatze: Tierhalter verwöhnen ihre Vierbeiner immer öfter mit teurem Spezialfutter. Davon profitieren vor allem die Hersteller. Denn günstiges Tierfutter ist für die kleinen Lieblinge genau so gut.

Eine halbe Million Hunde und dreimal mehr Katzen leben in der Schweiz. Für das Futter ihrer Lieblinge geben Tierfreunde jährlich 430 Millionen Franken aus. Eine Futtersparte floriert ganz besonders: die sogenannte Premiumnahrung, Hunde- und Katzenfutter aus hochwertigen Stoffen. Und das Sortiment in den Fachmärkten wächst. Vom speziellen Futter für die Langhaarpracht des Yorkshire-Terriers über Futter für den Rauhaardackel bis hin zur Spezialverpflegung für den grossen Leonberger. In den Regalen steht Futter für den lernfähigen Welpen und fürs junge Kätzchen. Und was der Mensch bekommt, soll auch dem Tier nicht verwehrt sein: Light-Produkte für die fette Hauskatze und den bequemen Schosshund.

Marcel Wanner vom Institut für Tierernährung der Universität Zürich spricht von einer Vermenschlichung der Tiere: "Der Mensch projiziert viele Emotionen, die er mit dem Essen verbindet aufs Tier und will ihm dasselbe füttern wie sich selber. Das ist meiner Meinung nach falsch." Eine Katze brauche zum Beispiel weder Lachs noch Crevetten, sondern einfach Eiweiss. "Ob dies aus der Crevette oder sonst woher kommt, ist der Katze egal."

Premiumfutter ist ein teurer Spass. Die Monatsdosis für einen 10 Kilogramm schweren Hund kostet bis zu 60 Franken. Wer dem gleichen Hund herkömmliches Trockenfutter gibt, zahlt achtmal weniger. Ähnlich sind die Preisunterschiede beim Katzenfutter: Einen Monat lang Premiumfutter kostet bis zu 42 Franken, herkömmliches Trockenfutter gibts ab fünf Franken pro Monat. Doch Spezialfutter wird gekauft. Koste es, was es wolle: "Der Preis spielt keine Rolle", "es sind hält unsere Schätzeli" oder "lieber würden wir zurückstecken", erfährt Kassensturz von Tierfreunden. Von ihrer selbstlosen Haltung profitiert vor allem die Futterindustrie. Der Fachmarkt Qualipet wies letztes Jahr bei der Premiumnahrung eine Umsatzsteigerung in Millionenhöhe aus. Die steigenden Umsätze erstaunen, denn Haustiere sind auch mit dem günstigsten Null-acht-fünfzehn-Futter aus dem Discounter bestens bedient: "Die Futter, die heute im Handel sind, sind ausgewogen. Mit denen kann man ein Tier eigentlich fast unabhängig vom Preis richtig ernähren. Ob aus dem Grossverteiler oder aus dem Spezialhandel - diese Futter sind einwandfrei", sagt Tierernährungsexperte Marcel Wanner.

(Auszug aus Kassensturz vom 8.3.2005)


Lesen Sie dazu, was ein Anifit-Teamleiter dazu zusagen hat oder bestellen Sie ein Anifit-Testessen und urteilen Sie selber, ob das billige Null-acht-fünfzehn Futter wirklich gut für Ihren Hund oder Ihre Katze ist oder ob es eine bessere Alternative gibt.

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